Führung

Hey Hamburg, kennst du RDMB? (De/En)

Die Ausstellung Hey Hamburg, kennt ihr Duala Manga Bell? erzählt anhand transnationaler Lebensgeschichten der königlichen Familie Bell und ihrer Netzwerke von den Auswirkungen des Kolonialismus auf persönliche Lebenswege, Familiengefüge und Gesellschaftsstrukturen und von der Entwicklung transkontinentaler Widerstandsnetzwerke. Als Mitglieder einer der einflussreichsten Handelsdynastien im Küstengebiet Kameruns, spielten die Bells neben der Familie Akwa eine führende Rolle in den deutsch-kamerunischen Handelsbeziehungen und gehörten im Juli 1884 zu den Mitunterzeichnern zweier Verträge, die die deutsche Kolonialherrschaft in Kamerun begründeten. Die Biografien zentraler Persönlichkeiten wie die des Königs Rudolf Duala Manga Bell (1873-1914), seiner Frau Emily Engome Dayas (1881-1936) oder seiner Cousine Maria Mandessi Bell (1895-1990), bieten Einblicke in den Umgang mit der deutschen Kolonialpräsenz zwischen Kooperation und Widerstand, kultureller Aneignung europäischer Einflüsse und dem Festhalten an bestehenden, von der Kolonialherrschaft unterdrückten Kultur- und Gesellschaftspraktiken der Duala. Die Ausstellung bringt historische Fotografien, Aktenbestände aus Archiven, die Duala-Sammlung des MARKK, bedeutende Leihgaben aus anderen Museen, zeitgenössische Kunstwerke sowie Beispiele aus der Musik und Alltagskultur zusammen, um die Lebensgeschichten dieser Persönlichkeiten zu beleuchten und die maritime Kulturgeschichte der Duala, die aufgrund ihrer Küstenlage schon immer von äußerlichen Einflüssen geprägt war, zu würdigen.

— English —

The biographies of Rudolf Duala Manga Bell (1873-1914), resistance fighter and Cameroonian national hero his cousin Maria Mandessi Bell (1895-1990) – daughter of one of the most important economic moguls of his time David Mandessi Bell – and Ngoso Din (life data-1914), Maria Mandessi Bell’s fiancé and one of Rudolf Duala Manga Bell’s closest confidants, tell of this period of German colonialism in Cameroon. The life of these three people give insights into the decisions that they and their families and friends had to make on a daily basis in a colonial situation in which the conflicts between the Germans and the Duala became, over the decades, increasingly intense and racially motivated. Their biographies also highlight the complexities and contradictions of living in a time when one part of society denies another its humanity. It demonstrates how Rudolf Duala Manga Bell, Maria Mandessi Bell and Ngoso Din, supported by others both locally and in the German Reich, actively resisted this blatant racism. Their lives tell of resistance, cooperation, allyship and solidarity and thus display astonishing parallels to today, as powerful constructions of race, class and gender continue to permeate and shape our world.
The exhibition brings together the Duala collection of the MARKK and important loans from other museums, historical photographs, archival files and contemporary works of art to pay tribute to the life stories of these personalities and to shed light on the maritime cultural history of the Duala, which is characterised by a centuries-long history of transcontinental and transnational exchange. Among other things, it shows one of the earliest Duala canoe prows in a museum collection, which came to Hamburg via the company C. Woermann and depicts scenes from Duala cosmology.

Kosten und Voranmeldungen

Führung: €2
Bitte zahlen Sie am Tag der Veranstaltung im MARKK.

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus ist die Zahl der Teilnehmenden begrenzt.
Eine Voranmeldung ist daher notwendig.
Bitte zeigen Sie Ihre Bestätigung am Tag der Veranstaltung an der Kasse vor.
Personen ohne Voranmeldung können wir daher nur berücksichtigen, sofern die Veranstaltung nicht ausgebucht ist

Hier zur Anmeldung

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an und erhalten Sie regelmäßig Informationen zu unseren Veranstaltungen.