Tibetische Mönche streuen ein Mandala

Der Begriff Mandala stammt aus dem Sanskrit. Er bezeichnet meist kreisrunde oder quadratische Bildnisse, die im tibetischen Buddhismus religiöse Bedeutung tragen. Sie zeigen den Grundriß eines sogenannten Mandala-Palasts, in dem man einzelne
oder ganze Versammlungen von Buddhas visualisiert. Das hier gestreute Mandala dient der Visualisierung des Buddhas Avalokiteshvara, der unbegrenztes und universelles Mitgefühl verkörpert. Durch diese Art der Meditation können tiefe Konzentration sowie im Buddhismus wichtige geistige Qualitäten wie tiefes Mitgefühl und allumfassende Liebe entwickelt werden.

Sandmandalas entstehen in stunden- oder tagelanger konzentrierter meditativer Arbeit. Vier gelehrte Mönche der international bekannten Klosteruniversität Sera Je in Südindien erstellen das Sandmandala aus Millionen feinsten Sandkörnern, die mit Naturfarben eingefärbt sind. Jedes gestreute Detail, die Formen und Farben haben eine symbolische Bedeutung. Es ist faszinierend, diesen Vorgang über Tage hinweg mit zu verfolgen, bis das Mandala in seiner ganzen Vollkommenheit zu bewundern ist. Im Anschluss wird das Sand-Mandala wieder rituell aufgelöst. Die Auflösung symbolisiert die Vergänglichkeit von allem.

Ablauf:

11 Uhr: Einführendes Ritual vor dem Streuen des Mandalas
Streuen bis 13 Uhr
13 bis 14:30: Mittagspause
14:30: kleines Ritual vor dem Streuen
16:00 Uhr: Auflösungsritual

In Kooperation mit dem Tibetischen Zentrum e. V.

 

Programm & Zeiten

Das Mandala wird vom 13.-16.08.2020 im Museum gestreut, am So 16.08.2020 findet nachmittags die rituelle Auflösung des Mandalas statt.

Eintritt

Museumseintritt

4-Tagesticket € 20 | erm. € 15

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