Die Ausstellung zeigt Objekte, die im Lauf der Jahrzehnte als jüdisch ins Museum kamen oder dort so eingeordnet wurden. Was kann über ihre Herkunft, Bedeutung und Entstehung erzählt werden? Und welche persönlichen Geschichten von Menschen sind mit ihnen verbunden?
Im Mittelpunkt stehen dabei lange verloren geglaubte Sammlungsstücke der Hamburger Gesellschaft für jüdische Volkskunde. Seit 1991 befinden sich wieder zehn Objekte im Museum. Die Ausstellung hinterfragt auch das Bild des „Jüdischen“ selbst, das sich durch Sammeln und Ausstellen vermittelt hat.
Auch die Ergebnisse der Provenienzforschung am MARKK zu NS-Raubgut fließen in die Ausstellung ein und lenken den Blick auf heutige Fragestellungen und Perspektiven.
Die Ausstellung stellt Fragen an die Geschichte des Museums und seine Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus. Waren Beschäftigte von Verfolgungs- und Enteignungspolitik betroffen und wie profitierte das Museum bis 1945 und danach von dieser Politik?
In Zusammenarbeit mit Dr. Anna Menny, Institut für die Geschichte der deutschen Juden.
Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste.

