Widerstand x Leben
Wir freuen uns, die eeden Reihe »Widerstand x Leben« und die Soziologin Dr. Rosa Burç im MARKK zu Gast zu haben. Das Lernen und Ergründen der Welt — im Innen wie im Außen — kann ein Leben lang weitergehen. Ein Leben lang kann ein Mensch wachsen, Neues lernen, Altes wiederentdecken, sich schälen, sich wandeln. Lernen, tatsächlich Mensch zu sein in Zeiten der Entmenschlichung, Unterdrückung, Faschisierung, Aufrüstung, Kriegstreiberei und Ausbeutung. Die künstlichen Mauern und Grenzen, Gräben und Schluchten ergründen, die sich zwischen uns befinden, die wir mal bewusst, mal unbewusst aufrechterhalten. Wie also solidarisch und widerständig lernen und wachsen in diesen Zeiten? Wie leben und nicht nur überleben?
In der eeden Reihe „Widerstand x Leben“ begeben wir uns auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen und laden hierzu widerständige Autor:innen ein, um sie, ihre Bücher, ihre Gedanken, ihre Perspektiven näher kennenzulernen, in ihre Worte einzutauchen und um gemeinsam mit euch ins Gespräch zu kommen. Widerständig, in Solidarität und in Verbundenheit. Wie immer, wenn im eeden, in einem einzigartigen, intime, zugewandten Raum.
Biographie:
Dr. Rosa Burç ist Soziologin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) im Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa) und in der Abteilung Migration.
Sie hat am Center on Social Movement Studies an der Scuola Normale Superiore in Florenz/Italien promoviert und spezialisierte sich auf transnationale Gewaltordnungen, Mobilisierung im Konflikt und politische Vorstellungswelten. Ihre Arbeit untersucht, wie Narrative und Repertoires des Widerstands über Zeit und Raum hinweg überliefert werden, insbesondere unter Kurd*innen und anderen staatenlosen und marginalisierten Gesellschaften. Ihre ethnographisch ausgerichtete Doktorarbeit, die 2025 von der American Political Science Association mit einer Honorable Mention ausgezeichnet wurde, untersucht transnationale Nachwirkungen der Gewalt und Formen gesellschaftlicher Transformation.
Sie ist affiliierte Wissenschaftlerin des Zentrums für interdisziplinäre Friedens- und Konfliktforschung (INTERACT) an der FU Berlin. Zuvor war sie als Gastwissenschaftlerin in der Arbeitsgruppe „Makrogewalt“ am Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) eingebunden. Nach ihrem Studium in Soziologie und Internationaler Politik an der SOAS, University of London hat sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Regierungslehre an der Universität Bonn gelehrt. Im Sommersemester 2023 war sie außerdem Lehrbeauftragte am Centrum für Nah- und Mittelost-Studien an der Philipps-Universität Marburg.
Ihre Forschungsschwerpunkte sind Soziale Bewegungen und Mobilisierung, Politische Gewalt, Rassismus
Nationalismus, Allianzen und Solidaritäten, Politische Vorstellungswelten, Gender und Ethnographie.
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