Erste Dinge

Rückblick für Ausblick

geschnitztes Bootsmodell mit Ehrenstandarte, Ruderer
Goldene Figur des Buddha Siddharta Gautama, stehend
Die vierarmige Göttin Durga sitzend auf einem Löwen und Elefanten

Das Museum wirft einen Blick zurück, um nach vorne zu schauen und zeigt eine Auswahl der Dinge, die 1867 zum ersten Mal in einem Verzeichnis erfasst wurden. Erstmalig werden Objekte aus der Frühgeschichte des Museums präsentiert und damit ein bedeutendes, aber noch weithin unbekanntes Kapitel der Hamburger Stadtgeschichte beleuchtet.

Viele der frühesten Objekte waren Schenkungen des Bürgertums. Sie waren mit Handelswaren und auf Passagierschiffen nach Hamburg gekommen. Manche von ihnen waren Souvenirs und sollten einen visuellen Eindruck von Kulturen und deren Lebensweisen oder Traditionen geben. Sie spiegeln auf faszinierende Art und Weise, wie die Nachfrage die Künstler*innen und Handwerker*innen vor Ort inspirierte, Werke für den externen Markt zu schaffen. Andere Dinge dienten wiederum wirtschaftlichen Interessen, indem sie unbekannte Produkte oder Technologien belegten.

Die zunehmende Bedeutung Hamburgs im kolonialen Welthandel spielte bei den Anfängen des ethnographischen Sammelns eine wichtige Rolle. Die Stadt und vor allen Dingen der Hafen entwickelten sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts zur globalen Drehscheibe für Rohstoffe, Güter und Menschen. Die Ausstellung spürt den Sammlungsgegenständen und ihren Geschichten sowie der Entwicklung der städtischen Museumslandschaft nach. Sie hinterfragt damalige Weltbilder und museale Praktiken und setzt sich kritisch mit diesem Erbe auseinander.

Publikation
Jeanette Kokott und Fumi Takayanagi (Hg.), 2018: Erste Dinge – Rückblick für Ausblick. First Things – Looking back to look forward. Hamburg: Selbstverlag.

Die Ausstellung wurde gefördert durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, das Unternehmen E.H. Worlée & Co. (GmbH & Co.) KG, die Freunde des Museums für Völkerkunde Hamburg e. V. und die Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

Song-Playliste der „musikalischen Zeitreise“  vom 11. September 2018 (Ausstellungseröffnung)

Aus der Ausstellung

Fünf farbige Wachsfrüchte, Süßkartoffel, Kaktusfeige, Chirimoya, Tomate, Passionsfrucht
rundliche Netsuke aus Elfenbein
Figur, gold, lakiert zeigt Buddha Siddharta Gautama
geschnitztes Bootsmodell aus Holz mit Ehrenstandarte, Ruder*innen
Figur der vierarmigen Göttin Durga sitzend auf einem Löwen und Elefanten
Kniendes Figurenpaar, weiblich, männlich
Modell: chinesische Hochzeitszeremonie auf Java mit großer Anzahl an Figuren aus Holz und Reismehlteig, bunt

Kommende Begleitveranstaltungen

MARKK Gebäudeansicht

Vom Sichtbaren und Unsichtbaren des Kolonialismus in der Stadt

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Bunt sind alle meine Kleider - Szenen aus dem alten Korea

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