UnBinding Bodies

Lotosschuhe und Korsett

Plakatmotiv UnBinding Bodies 2022

 

Über einen Zeitraum von tausend Jahren wurden chinesischen Mädchen die Füße gebunden, um sie möglichst klein zu halten. Europäer:innen blickten mit einer Mischung aus Faszination und Befremden auf dieses Schönheitsideal.
Im 19. Jahrhundert interessierten sich auch Mediziner für die sog. „Lotosfüße“, entsprechende Präparate befinden sich bis heute in wissenschaftlichen Sammlungen.

Die Ausstellung untersucht die Praxis des Füßebindens vor dem Hintergrund der Sozial-, Kolonial- und Medizingeschichte und hinterfragt vorschnelle Bewertungen. Ein Fokus liegt auf dem Wechselspiel von Selbst- und Fremdwahrnehmungen und der Verflechtung chinesischer und europäischer Emanzipationsbewegungen: Parallel zu den Initiativen zur „Fußbefreiung“ kämpften Frauen in Europa gegen das Korsett. Die vom TA T – Raum für forschende Ausstellungspraxis in Zusammenarbeit mit dem MARKK entwickelte Ausstellung nimmt die agency der Frauen ernst und gibt ihnen eine Stimme. Künstlerische Positionen von kate-hers RHEE, Zhang Gong und Zhang Rui treten in einen Dialog mit den Exponaten und öffnen die Perspektive auf Schönheitsnormen und die Zurichtung von Körpern in der Gegenwart.

 

 

 

In Kooperation mit dem TA T – Raum für forschende Ausstellungspraxis der Humboldt-Universität zu Berlin. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Stiftung Preußische Seehandlung und der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.. Restaurierungsförderung durch die Ernst von Siemens Kunststiftung.

 

 

 

 

Aus der Ausstellung

Frau am Spinnrad mit gebundenen Füßen
Europäische Vorstellung vom Skelett eines gebundenen Fußes
Mandschurische Schuhe für Frauen, bestickt

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