Diversity Day 2024: Diverses Lesen, Schreiben und Sprechen – Thementag

Thementag

© MARKK, Foto: Annette Schrader

Am diesjährigen Tag der Diversität befassen wir uns damit, wie Lesen, Schreiben und Kommunizieren gelingen kann, sodass alle Menschen unserer vielfältigen Gesellschaft daran teilhaben können. Die Veranstaltungen umfassen eine Vielzahl von Aktivitäten, darunter Schreibwerkstätten und szenische Lesungen, von denen einige sowohl für Hörende als auch für Nichthörende zugänglich sind. Die Bücherhallen Hamburg werden außerdem ein inklusives Bilderbuchkino für Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene präsentieren, das sich u. a. mit Fragen der Sichtbarkeiten von unterschiedlichen Gruppen und Körperbildern beschäftigt.

In Kooperation mit der Bücherhalle Hamburg. Gefördert vom Programm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes. 

Programm

14:00-18:00 Uhr
Bücherstand der Bücherhallen Hamburg mit diversitätssensiblen Kinder- und Jugendbüchern

15:30-16:00 Uhr
„Ein komischer Vogel“ in deutscher Gebärdensprache – Inklusives Bilderbuchkino für Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene von Sarah Köver.

Ein fremdes Ei ist im Nest! Das fällt Frau Amsel natürlich sofort auf. Doch was macht ein Ei mehr oder weniger schon aus, denkt sie sich dann und brütet es einfach mit aus. Aber statt eines Kuckucks, wie alle vermutet hatten, schlüpft ein Drache aus dem fremden Ei. Und der ist nun so GANZ anders als Familie Amsel, was für allerlei Chaos sorgt. Doch als plötzlich der Winter vor der Tür steht, kommt ein großer Tag für den kleinen Drachen. Wer hätte gedacht, wie schön es sein kann, etwas anders zu sein …“

Das Bilderbuchkino findet beim goldenen Turm statt.

16:15-16:45 Uhr
„Florian“ in deutscher Lautsprache – Inklusives Bilderbuchkino für Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene von Sarah Köver.

Florian ist trans. Seit er denken kann, weiß er, dass er im Herzen und im Kopf ein Junge ist. Als er endlich den Mut findet, seinen Eltern und Großeltern von seinen Gefühlen und seinem neuen Namen zu erzählen, reagieren sie voller Verständnis. Auf einmal ändert sich alles und Florians Selbstbewusstsein blüht auf: Er kann sich wie ein Junge kleiden und einfach er selbst sein. Ob die Kinder und Lehrer in der Schule auch so tolerant verhalten und ihn willkommen heißen?

Das Bilderbuchkino findet beim goldenen Turm statt.

14:00-16:00 Uhr
Workshop: Körper_Bilder mit Tâm* und Tamo* von mehr_blick
In diesem Workshop forschen wir gemeinsam durch spielerische und praktische Übungen zu Körper_Bildern anhand von Kinder- und Bilderbüchern. Jeder Körper ist einzigartig – und jeder erzählt eine Geschichte. Welche Geschichten und Vorstellungen werden erzählt – und welche nicht? Wo und wie kommen (unsere) Körper vor? Und welche Geschichten fehlen uns?
Für Jugendliche und Erwachsene.

Der Workshop findet in deutscher Lautsprache im Thomas-Müller-Saal statt.

14:00-16:00 Uhr
Vom Geschichten (er)finden. Schreibwerkstatt Chantal-Fleur Sandjon
Finden Geschichten uns oder werden sie erfunden? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns im Workshop spielerisch-schreibend, werden zu (Er)Finder*innen von Erzählsträngen und -splittern. Wir spüren ihrem Ursprung nach und reflektieren dabei, ob und wie dieser Prozess in unseren eigenen Biografien und Erfahrungen wurzelt.
Vorerfahrungen nicht notwendig. In deutscher Lautsprache, im Schreiben mit Raum für alle Sprachen.

Um Anmeldung wird bis Mo, 27.05.2024 gebeten unter veranstaltung@markk-hamburg.de

Die Schreibwerkstatt findet im Zwischenraum statt.

16:15-16:45 Uhr
Visual Vernacular. lautlose Performance mit Hristo Trajkovski

Visual Vernacular also die visuelle Umgangssprache ist eine Kunstform, die hauptsächlich von gehörlosen Künstler:innen ausgeübt wird. Es vereint viele verschiedene Elemente, unter anderem Pantomime, Poesie und kinematografische Techniken, und zusammen mit starken Bewegungen, ikonischen Zeichen, Gestik und Mimik ist es ein Höchstmaß an ausdrucksstarker Erzählstil. Es dient dazu, „die Welt in ihrer ganzen visuellen Komplexität einzufangen“.

Die Performance findet im Zwischenraum statt.

17:00-18:00 Uhr
Panel mit mit Tâm* und Tamo* von mehr_blick, Chantal-Fleur Sandjon und Hristo Trajkovski

Moderation: Weiqi Wang

Auf dem gemeinsamen Panel werden die Workshopleiter:innen über die Bedeutung von inklusiver Lesepraxis sprechen.
Das Panel wird in deutsche Gebärdensprache übersetzt.

Die Veranstaltung findet im Zwischenraum statt.

Über die Teilnehmer:innen

Über Hristo Trajkovski
Hristo Trajkovski ist akademischer Übersetzer und Dolmetscher für Schriftdeutsch, Gebärdensprachen und Internationale Gebärde.

Über Sarah Köver
Sarah Köver ist gelernte Gebärdensprachdolmetscherin und arbeitet seit 2,5 Jahren als Fachangestellte für Medien & Informationsdienste bei den Bücherhallen Hamburg. Sie nutzt ihre Sprachkenntnisse, um in den Bücherhallen Veranstaltungen in Deutscher Gebärdensprache und lautsprachbegleitenden Gebärden anzubieten. Dazu gehören u.a. Bilderbuchkinos, Klassenbesuche, Roboter-Veranstaltungen für Kinder oder Führungen durch die Zentralbibliothek der Bücherhallen.

Über mehr_blick
mehr_blick ist das gemeinsame Projekt von Tâm* und Tamo*. Die beiden beschäftigen sich leidenschaftlich mit Bilderbüchern für junge Menschen. Dabei sind sie ständig auf der Suche nach tollen Geschichten, denen sie als Kids selbst gern begegnet wären. Tâm* ist unter anderem gender_queer und Asian. Tamo* ist unter anderem weiß, Elternteil von zwei fast-schon Teenagern, nichtbinär trans* und aus Ostdeutschland.

Über Chantal-Fleur Sandjon
Chantal-Fleur Sandjon ist eine afrodeutsche Autorin, Lektorin und Prozessbegleiterin. Ihr Roman für junge Erwachsene „Die Sonne, so strahlend und Schwarz” ist im Juli 2022 erschienen und ist einer der ersten Schwarzen, queeren Romane einer deutschsprachigen Autor*in. Als Autorin und Spoken-Word-Künstlerin gilt ihr Interesse besonders der vielschichtigen Darstellung Schwarzer Lebenswelten in Deutschland, dem Einschreiben in Vergangenheit, Gegenwart und Zukünfte. 

 

 

Wissenswertes

Museumseintritt

Barrierefreiheit
Der Besuch mit einem Rollstuhl oder ähnlichen Hilfsmitteln für Personen mit beeinträchtigter Mobilität ist mit Einschränkungen möglich. Der Seiteneingang in der Binderstraße ist barrierefrei mit Zugang zum Aufzug. Unser Personal holt Sie gerne dort ab und ist per Klingel oder telefonisch unter +49 40 428879 671 erreichbar, um Ihnen die Tür zu öffnen. Unsere Ausstellungsaufsicht ist Ihnen gerne behilflich, sich trotz Treppen innerhalb des Hauses zu bewegen. Wir weisen darauf hin, dass die Hörsäle des Museums leider nicht barrierefrei zugänglich sind.

 

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