Schätze

Podiumsgespräch

Sammlungen und ihre (Re-)Präsentation zwischen Weltentwurf und Fetischisierung
Ein Podiumsgespräch über das Sammeln, Entdecken, Erforschen, Ordnen, Ausstellen und Restituieren
treasure / erasure: Die Geschichte kolonialer Expansion und des neuzeitlich-europäischen Kunstverständnisses führte im 19. Jahrhundert zu Ein- wie Zurichtungen von kulturellen Sammlungen in Museen, Archiven und Bibliotheken. Diese Institutionen zielten auf Mehrwertgenerierung – sei es durch Repräsentation staatlicher Macht, wissenschaftliche Auswertungen oder Bildungsziele – und trugen damit maßgeblich auch zu radikalen Veränderungen von Kulturen bei. Die Gleichzeitigkeit von Aneignung, Bewahrung, Traditionsbildung und Zerstörung ist heutigen öffentlichen Institutionen, die für eine Sichtbarmachung der „Künste und Kulturen der Welt“ Verantwortung tragen, bewusst. Aber was sind die konkreten Konsequenzen in den neuen Konzeptionen dekolonialen Denkens, für weitere Ergänzungen oder Verminderungen der Sammlungen oder für öffentlichkeitswirksame Veranstaltungsprogramme? Zu fragen ist auch, ob und wie eine andere Begriffs- und Kulturgeschichte der „Schätze“ und der „Welt“ zur Klärung beitragen können.

Es diskutieren:
Prof. Dr. Wolfgang Kemp, Kunsthistoriker (Leuphana Universität Lüneburg)
Dr. Reinhard Laube, Historiker und Direktor der HAAB, Klassik Stiftung Weimar
Prof. Dr. Barbara Plankensteiner, Sozialanthropologin und Direktorin des MARKK
Prof. Dr. Bernd Scherer, Philosoph und Intendant des Hauses der Kulturen der Welt, Berlin
Prof. Dr. Ulrike Steierwald, Literaturwissenschaftlerin (Leuphana Universität Lüneburg)

In Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg

Eintritt

frei

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