fällt aus – Von Patriotismus und Liebe: Popularmusik aus Usbekistan – fällt aus

Gespräch mit Kerstin Klenke (Wien) und Hayot Khodjiev (Berlin). Moderation Rahel Wille

(C) Kerstin Klenke

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Im Radio, auf Hochzeiten, im Taxi, bei Staatsfeiertagen – Populärmusik ist in Usbekistan allgegenwärtig. Staatlich reglementiert, changiert sie thematisch zwischen Patriotismus und Liebe, musikalisch zwischen älteren lokalen Genres und globalen Trends. In Anlehnung an die Ausstellung „Steppen und Seidenstraßen“ begeben sich Hayot Khodjiev und Kerstin Klenke mit viel Musik und Videoclips im Gepäck auf die Spuren einer gar nicht mehr so jungen musikalischen Tradition in Zentralasien.

Hayot Khodjiev hat in der Stadt Buchara in Usbekistan Musikpädagogik studiert und arbeitete einige Jahre in der Grundmusikschule als Musiklehrer. 2005 kam er nach Deutschland und studierte in Tübingen und in Bonn BWL. Seinen Masterabschluss in «Zentralasienkunde» machte er an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2011 arbeitet er in Berlin in der Finanzbranche.

Kerstin Klenke ist Musikethnologin mit Zentralasien und dem Kaukasus als regionalem Fokus. Auf Basis extensiver Feldforschung in Taschkent veröffentlichte sie 2019 die Monographie The Sound State of Uzbekistan. Popular Music and Politics in the Karimov Era. Nach Tätigkeiten in Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und den Universitäten Hildesheim, Frankfurt/Main und Wien leitet sie seit 2019 das Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Rahel Wille ist Ethnolologin und Museumskuratorin. Von 2012 bis 2020 war sie Teil des wissenschaftlichen und kuratorischen Teams und bis 2019 Leiterin des Projekts zur digitalen Inventarisierung im MARKK. Diese Tätigkeit führte zu einem Interesse an Organisation und Konstruktion von Archiven und an „verborgenen Geschichten“. Ihre Recherchen zu den Zeichnerinnen, die das Museum zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigte, um die wachsenden Sammlungsbestände zu dokumentieren, mündeten zunächst in der Ausstellung „Ausgezeichnet – Künstlerinnen des Inventars“. Derzeit arbeitet sie an einer Dissertation zu diesem Thema. Als Kuratorin am MARKK arbeitete sie außerdem an der Konzeption einer neuen Dauerausstellung und zuletzt an der Ausstellung „Steppen & Seidenstraßen“ mit.

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